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CDs

Auf Wunsch signieren Stephanie und Christoph Haas ihre gekauften CDs.
anima mea
Am 1. März wurde unser Album "anima mea" auf dem NAXOS-Label veröffentlicht. „Magnificat anima mea Dominum“ - interpretiert in einer Version, die um 1250 im Kloster St. Emmeran aufgezeichnet wurde. Das berühmte Canticum Mariae korrespondiert mit dem Lobgesang „Salutatio Beatae Mariae Virginis“ des Francesco d'Assisi, mit frühchristlichen Gesängen aus Mailand und Sankt Gallen, Kompositionen der Hildegard von Bingen und dem grandiosen Organum „Per tuam crucem. Miserere“ von Leoninus - einem Höhepunkt mittelalterlicher Sakralmusik.
- Informationen zu den Gesängen und Musikinstrumenten
- Die Liedtexte und Übersetzungen (pdf)
 
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Trackliste der CD: (Hörbeispiele im MP3-Format)
1. Adorna Thalamum  
2. Credo, quod Redemptor meus vivit  
3. Salutatio Beatae Mariae Virginis  
4. Qui habitat in adiutorio altissimi  
5. Christe qui lux es et dies  
6. Sicut cervus  
7. O viriditas digiti Dei  
8. Immutemur habitu  
9. Per tuam crucem. Miserere  
10. Per tuam crucem. Miserere  
11. Magnificat  
12. Exaudi nos, domine  
total time 64:40  
 
Rubin
Sakrale Musik des Mittelalters

Liebe, Leidenschaft und Passion sind im Rubin in kristalliner Form geborgen. Sein leuchtendes Rot steht für das Herzinnerste und inspirierte zu dieser Auswahl meditativ-spiritueller Musik aus Mittelalter und Gegenwart. Vorgregorianische Choräle aus der Laterans-Basilika, im antiken Versmaß gestaltete Poesie von Hrabanus Maurus (780 - 856), Kompositionen von Abaelard (1079 - 1142), Hildegard von Bingen (1098 - 1179) und Leonin (Notre-Dame Paris um 1180) begegnen rhythmisch akzentuierter und schwebend zarter Instrumentalmusik von Christoph Haas.

Das Ensemble Cosmedin gestaltet die mittelalterlichen Gesänge mit hoher Sensibilität und einer geradezu glühenden Intensität. Gegründet im Studium der handschriftlichen Quellen akzentuiert ihre konsequente Orientierung am Text die Dynamik und Dramatik des gesungenen Wortes. Die ungewöhnliche Instrumentierung beleuchtet die orientalischen Wurzeln der europäischen Sakralmusik: Eine Einladung, die Schönheit und Spiritualität Alter Musik neu zu entdecken.

"Der rote Rubin gilt als Stein des Heils. Er besitzt besondere Symbolkraft. Steht für Liebe, Geist, Leidenschaft. Für das Wort Gottes und für das Blut Christi. "Rubin": diesen beziehungsreichen Titel trägt die neueste CD des Stuttgarter "ensembles cosmedin" mit der Sängerin Stephanie Haas und ihrem Mann Christoph Haas, der als Komponist und Instrumentalist ein intelligenter und akzentuierender Mitgestalter ist. Stephanie und Christoph Haas sind Autoritäten für sakrale Musik des Mittelalters. "Rubin" knüpft an frühere Veröffentlichungen an. Wieder wurde aus den Quellen heraus eine Kostbarkeit nach der anderen geschöpft und zu einem Programm gefügt, das in seinem künstlerischen Rang und in seiner spirituellen Aura gleichermaßen leuchtet: stark und geheimnisvoll und erhaben schön. Innig und klar, ja ekstatisch klar mitunter und in einem Glanz ohne Ende.
Dank der Gesangskunst von Stephanie Haas, die ihre Stimme wie einen exakten Lichtstrahl führt und dabei die Prägnanz eines jeden Tons mit Wärme und Ausdruck bereichert. Sie hat den großen hymnischen Atem und die Zärtlichkeit frommer Demut. Jubel und Inbrunst in den Melismen und das schwebende Hineingleiten in die mystische Schau vor allem der Hildegard von Bingen, deren Antiphone Stephanie Haas erlesen rein und wahrhaftig singt. Aber auch Pierre Abaelard und Hrabanus Maurus gehören zu den Preziosen dieser CD, welche die frühe Musik des Abendlandes jeder Zeitlichkeit enthebt. Auch, weil Christoph Haas mit seinen feinen Instrumentierungen und mit seinen von einem rhythmischen Logos geprägten Kompositionen Uraltes neu und nah erleben lässt. Von schlichter, vollkommener Schönheit sind das österliche Alleluja aus der Lateranbasilika und das Alleluya des Leonin aus Paris. In diese Allelujas - sagt Stephanie Haas - hat sie sich verliebt. Man hört es. An der Freude ihres Singens. An ihrer Hingabe. An der Art, wie sie jeden Ton in Reinheit kleidet und schmückt."
(Hansdieter Werner, GEA 16.1.2008)
 
"Seit 1999 arbeiten Stephanie und Christoph Haas als Ensemble Cosmedin an der klingenden Verwirklichung neuer Zuwegungen zu alter Musik. Das vorsichtige Öffnen der Rezipienten für neue Hörgewohnheiten ist ihnen dabei zur zweiten Natur geworden. Mit ihrer warmen und zugleich präzisen und von außergewöhnlicher personaler Präsenz geprägten Stimme lässt Stephanie Haas uns an ihrem über die Jahrhunderte geführten Dialog teilnehmen. Fragendes Forschen, das sein Ziel jenseits der ausgetretenen Pfade erreicht, wird in subtile Klangwelten umgesetzt. Diese wären undenkbar ohne das mal zarte, mal fordernde, mal von drängenden Rhythmen geprägte Klanggeflecht, das Christoph Haas um die sakrale Musik des Mittelalters gewebt hat."
Interpretation:*****
Technik:*****

(Barbara Stühlmeyer, musica sacra 2008)
"Geborgen in der Spiritualität des Mittelalters öffnen Stephanie und Christoph Haas Fenster zur Transzendenz. Voller Freude und Klarheit und innerem Tanz. Alles in diesem Singen ist durchdacht und gestaltet - und zeugt von berührender Hingabe. Erde und Himmel. Mensch und Mysterium. Fülle und Stille."    (Hansdieter Werner, Musikjournalist)

"Seit einigen Jahren gestaltet das Musikerpaar Stephanie und Christoph Haas berückend meditative, musikalisch dichte Aufnahmen, deren Kern Stücke aus der originären, mittelalterlichen liturgischen Musik bilden. Stephanie Haas interpretiert auf dieser CD Hymnen und Antiphone aus dem 7. bis 12. Jahrhundert, unter anderem von Hrabanus Maurus oder Hildegard von Bingen. Christoph Haas begleitet die Sängerin auf so wundersam anmutenden Instrumenten wie dem Streichpsalter, der Rubeba, der Tambura, Röhrenglocken, Tintinnabula oder Rahmentrommeln. Er ist ein Meister des klassischen und kreativen Schlagwerks und bringt sich zudem auch mit Solostücken in diese Aufnahme ein. Eine behutsame Annäherung der Gregorianik an die rhythmische Improvisation, sehr dicht, für Stunden intensiven Musikgenusses und der geistigen Erholung."     (Martin Erdmann, "Gutes aus Klöstern" 2008/2009)

Ausschnitte aus einem Konzert
vom 12.1. 2008
hier ansehen (6:00 min)
(31 MB, nur für DSL-Benutzer!)

Video-Film
"Rubin" Making of
hier ansehen (5:15 min)
(28 MB, nur für DSL-Benutzer!)

 
Trackliste der CD: (Hörbeispiele im MP3-Format)
1. Alleluia. Pascha nostrum immolatus est               

Rom, Lateran-Basilika (um 650)

2. Benedictus es Domine Canticum (um 1000)
3. Alleluya. Benedictus es Domine                  Leonin, Paris, Notre Dame (um 1180)
  Hrabanus Maurus (780 - 856):  
4. Ver Oriens Ignis  
5. Tibi Christe, splendor Patris Hymnar Moissac (um 1000)
6. Omnia iam splendent vero de lumine Christi  
7. Itinera Christoph Haas (*1953)
8. O cruor sanguinis/O rubor sanguinis Hildegard von Bingen (1098-1179)
9. Urspring I Christoph Haas
10. O quanta qualia sunt illa sabbata  Pierre Abaelard (1079 - 1142)
11. Cruzar Christoph Haas
12.

O ignis spiritus paracliti

Hildegard von Bingen
13. Urspring II Christoph Haas
14. Urspring III Christoph Haas
15. Spiritus sanctus vivificans Hildegard von Bingen
16. Trignis Christoph Haas
17.

Caritas abundat

Hildegard von Bingen
18. Rubin Christoph Haas
19. Laus trinitati Hildegard von Bingen
  total time 65:28              24 S. booklet  
 
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Hrabanus Maurus: Hymnen Ersteinspielung!

Stephanie Haas: Gesang, Rezitation
Christoph Haas: Langhalslaute, Röhrenglocken, Zimbeln

Aufnahme: März 2006, Hans Rosbaud-Studio SWR Baden Baden

Hrabanus Maurus (780 - 856) war einer der größten Gelehrten des Mittelalters. Der Benediktiner-Mönch, Abt von Fulda und Erzbischof von Mainz verfasste zahlreiche Schriften und Hymnen. Die Melodien sind nicht überliefert. Fündig wurde das Ensemble Cosmedin in den Hymnarien von Mailand, Bari, Nevers und Klosterneuburg: Melodien der karolingischen Zeit, auf die vermutlich im 9. Jahrhundert die Hymnen des Hrabanus gesungen wurden. Die Instrumentierung folgt Hraban's Schrift "De rerum naturis": Zimbeln (Cymbala), Glocken (Tintinnabulum), Laute (Cithara) und Rahmentrommel (Tympanum). Für die Hrabanus Maurus-Ausstellung im Mainzer Dommuseum hat das Ensemble Cosmedin einige dieser Hymnen erstmals eingespielt. Ihre CD "Hrabanus Maurus: Hymnen" wurde anlässlich dieses Ausstellung im Mainzer Dom der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Trackliste der CD:  (Hörbeispiele im MP3-Format)

1. Festum nunc celebre / Hymnus ad matutinum / In ascensione Domini 6:02
2. Tibi, Christe, splendor patris / Hymnus de Michale Archangelo 3:05
3. De laudibus sanctae crucis VII 1:11
4. Veni, creator Spiritus / Hymnus in Pentecosten 4:18
5. Epitaph 2:34

Seraphim

24 Seiten booklet: Liedtexte mit Übersetzungen
Essay von Dr. Barbara Stühlmeyer
total time 66:43
Stephanie Haas: Gesang
Christoph Haas: Röhrenglocken, Psalter Tambura, Slide Chitra, Tambura, Prisma tambura, Tambura con arco, Tambura pizzicato, bells, chimes, cymbals

Trackliste der CD:(Hörbeispiele sind im MP3-Format verlinkt, Sie können jeweils kurze Ausschnitte anhören)
1. O quam pretiosa H.v.Bingen 4:04 7. O tu illustrata H.v.Bingen 5:43
2. Saltatio C.Haas 1:42 8. Lucida materia C.Haas 3:26
3. O clarissima mater H.v.Bingen 7:31 9. O vos Angeli H.v.Bingen 9:59
4. Topazio C.Haas 3:58 10. Canticum C.Haas 3:18
5. O choruscans lux stellarum H.v.Bingen 3:23 11. O Jerusalem H.v.Bingen 13:21
6. Tirmana C.Haas 5:48 12. Quasi nubes in caelo C.Haas 4:27
 
Hildegard von Bingen (1098-1179) und Christoph Haas (*1953): Die kühnen Gesänge einer Mystikerin des 12. Jahrhunderts begegnen meditativ-tänzerischen Instrumental-Kompositionen eines Perkussionisten des 21. Jahrhunderts.
Im Mittelpunkt steht Hildegards großer Gesang an die Engel: Ihre kühnste Komposition, die sich über einen Ambitus von zweieinhalb Oktaven spannt.
"Kaum wahrnehmbar schält sich der auf der Tambura gestrichene Orgelton aus der Stille. Die Stimme windet sich leuchtend Stufe um Stufe in die Höhe, um oben angekommen, sternengleich zu strahlen. Diese Musik atmet gleichermaßen einen wunderbaren, inneren Frieden sowie eine fast überirdische Freude. Die Gesänge der Hildegard von Bingen und die Instrumentalkompositionen von Christoph Haas vermitteln gleichsam klingende Stille. Zu Herzen gehend die unprätentiöse Hingabe der Interpreten, die der Musik ein Höchstmaß an wohl tuender Authentizität verleihen."
(Gabriele Karen Metsker, Februar 2005)
 
Gesänge Hildegards in einer herausragenden Interpretation des Ensemble Cosmedin, instrumentiert für Röhrenglocken, Slide Chitra Tambura, Percussion und arrangiert von Christoph Haas, einem der wichtigsten spirituellen Musiker der Gegenwart. Seine Instrumental-Kompositionen für Psalter Tambura, Tambura con arco, chimes & cymbals kommentieren und reflektieren die mittelalterlichen Gesänge. Sie machen Gemeinsamkeiten zwischen der Sakralmusik des europäischen Mittelalters und orientalischer Musik hörbar, schlagen Brücken zwischen Okzident und Orient.
 
"Subtile, das ganze Spektrum sensitiver Hörfähigkeit herausfordernde Klanginseln, die mitten hineinführen ins Herz der Wirklichkeit. Hier ist vielleicht die tiefste Verbindung zwischen der Musik von Christoph Haas und Hildegard von Bingen zu sehen, dass sie den Weg für das Übersteigende öffnen. Stephanie und Christoph Haas führen einen Dialog über die Grenzen der Zeit hinweg: Melodien einer liturgischen Komponistin des 12. Jahrhunderts konfrontiert und verschmolzen mit den Kompositionen eines Perkussionisten des 21. Jahrhunderts. Das Ensemble Cosmedin setzt eine die Kulturen übergreifende Vision musikalisch um: Die Vision des auf der Erde wurzelnden, aber in den Himmel hineinreichenden Menschen."               (Dr. Barbara Stühlmeyer)
 
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Hörbeispiele (MP3) aus weiteren Produktionen des Ensemble Cosmedin:
Aus der CD "La musica inventa al silencio":
- Enigma II   (1:06 min, 1213 kB) Cover "la musica ..."
- Elegie (0:31 min, 531 kB)
- Enigma III   (0:39 min, 772 kB)
- Enigma IV (1:00 min, 1156 kB)
- De Spiritu Sancto -  O ignee Spiritus    (0:40 min, 470 kB)

Stille ist geräumig
Stimme spürt Schlagzeug

"Über neun Jahrhunderte spannt sich der Bogen der Werke, die Stephanie  (Stimme) und Christoph Haas (Percussion) für die Platte "La música inventa  al silencio" ausgewählt haben. Der Titel entstammt einem Gedicht von Octavio  Paz. Musik heißt es dort, erstrecke sich in die Stille hinein wie  Architektur in den Raum. Stille sei der Raum der Musik. Meditative Ruhe ist die Grundstimmung dieser Aufnahmen.
Mit wundervoll leicht geführter Stimme spürt Stephanie Haas den Facetten der  Vokalstücke nach. Sofia Gubaidulinas "Aus  den Visionen der Hildegard von  Bingen" (1994) korrespondiert mit Hildegard von Bingens eigenem Lob des  feurigen Geistes "De Spiritu Sancto - o ignee Spiritus". Im Zentrum stehen Tomás Luzians "Elegie" (1996) auf einen Text von Walther von der Vogelweide  und Konrad Lechners "In Die Paschae" (1975). Die herbe Schönheit und die  schwermütige Elastizität der expressiven Gesangslinien verweisen dezent auch  auf die Tangoerfahrung des 1944 in Argentinien geborenen, vor vier Jahren in seiner deutschen Wahlheimat verstorbenen Luzian.
Kontrastiert werden diese Vokalwerke durch vier sensibel gestaltete, bei  aller Sorgfalt im Aufbau improvisatorisch wirkende Percussiontableaus von  Christoph Haas. Mit Gong, Gungroos, Rahmentrommeln, Tambura und anderen  Schlaginstrumenten werden hier ganz unterschiedliche, subtil entwickelte  Klangwelten beschworen."
(Werner Müller-Grimmel, FAZ 8. 12. 2000)

 

"Eine sehr durchdachte Zusammenstellung zeitgenössischer Kompositionen für  Percussion und Stimme. Den Leitfaden bildet die vierteilige Komposition  Enigma. Christoph Haas führt in eine Klangwelt von ungeahnter Weite. Höchst  diffizil macht er das reiche Obertonspektrum seiner Instrumente hörbar und  läßt ein zutiefst ineinander verwobenes Geflecht von Melodien und Rhythmen  entstehen, die entspannte Ruhe und wache Aufmerksamkeit zugleich bei den  Zuhörenden evozieren.
Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt bildet Hildegard von Bingen.  Zunächst begegnet sie uns in der Komposition nach Texten "Aus den Visionen  der Hildegard von Bingen" von Sofia Gubaidulina, die in ihrem  Ausgespanntsein zwischen hohen und tiefsten Tonlagen das Hingespanntsein  Hildegards in Klang umsetzt. Stephanie Haas interpretiert Gubaidulina mit  äußerster musikalischer Sensitivität und vollendeter Stimmtechnik. Ihr  tiefes inneres Verständnis der Musik eröffnet sich unmittelbar auch denen,  die sonst keinen Zugang zu Neuer Musik haben. Dieses Verständnis ist es  auch, das Stephanie Haas zu den Wurzeln dieses Werkes - zu den Kompositionen  Hildegard von Bingens selbst geführt hat."

(Dr. Barbara Stühlmeyer "Musica Sacra" 1/2000)

 
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Aus der CD "Lilium":
- Alleluia   (1:22 min, 814 kB) Lilium
- Laetitia (0:51 min, 900 kB)
- O virga ac diadema   (1:05 min, 1160 kB)
- O gloriosissimi    (1:55 min, 902 kB)
- Perdito   (1:00 min, 1058 kB)
- O viridissimi virga   (0:34 min, 432 kB)
- Ave, generosa   (0:34 min, 593 kB)
Dr. Barbara Stühlmeyer über Hildegard von Bingen:
Eine kleine Feder bin ich, sagt sie - getragen vom Atem Gottes. Geboren 1098. Eine unruhige Zeit. In diesem Jahr erobern die christlichen Kreuzfahrer Jerusalem - o Jerusalem, aurea civitas. Die goldene Stadt: alle Welt redet davon.      mehr ...
 
"Die innere Ruhe, die diese Musik nicht nur ausstrahlt, sondern im Hörer  auszulösen vermag, ist eine seltene Qualität. Die Stimme wird zur wahren  Vermittlerin dessen, was beim (Vor-)Lesen von Dichtung nicht gänzlich  spürbar wäre: über-, aber nicht unpersönlich. Etwas ganz Besonderes, von dem  ich mir wünsche, dass es viele Menschen erreicht und bezaubert. Das habe ich  mir lange im Rahmen des Austauschs der Kulturen gewünscht!"  (Ludwig Pesch, Musikethnologe, Amsterdam)
 
"Der Sängerin Stephanie Haas gelingt es, die musikalische Spannung vom Wortakzent und der dichterischen Eigenart des jeweiligen Textes abzuleiten. sie gibt dem Gesang Raum und Zeit: eine ungewöhnliche Ruhe und Eindringlichkeit ist dieser Hildegard-Interpretation zu eigen."        (Martin Erdmann "Gutes aus Klöstern")
 
"Dem Ehepaar Stephanie und Christoph Haas ist mit ihrem Projekt ,Lilium' etwas Besonderes gelungen: Hildegards Musik, von Stephanie Haas engelsstimmenklar vorgetragen, und zwar in Gesellschaft modernen, klangfarbenreichen Schlagwerks. Herausgekommen ist mit ,Lilium' eine CD, die auf zeitgemäße Weise die intensiv spirituelle Atmosphäre von Hildegards Musik vor Ohren zaubert. All dies gelingt, ohne in Esoterik-Kitsch abzudriften. Imaginäres Mittelalter - vielleicht könnte sich Hildegard von Bingen heutzutage solche oder ähnliche Musik ausgedacht haben. Stephanie und Christoph Haas halten mit ihrem eigenen substantiellen Hildegard-Projekt gegen eine spekulative historische Aufführungspraxis dieser Musik. Und sie vermitteln uns so einen erstaunlich direkten Zugang zu dieser fernnahen Welt des 12. Jahrhunderts. Meditative und ätherische Klänge, die den Gehalt von Hildegards Texten in Töne malen - mit überraschender Reinheit und Schönheit. Sicher - ein Experiment. Indessen, wie es scheint, ein überaus gelungenes."
(Gaby Beinhorn, CD-Tipp SWR 2 Kultur vom 15.4.2002)

 

Sacred Space - Sacred Sound

Hörbeispiele (MP3) aus "Sacred Space - Sacred Sound":
Ala   581 KB, 0:36 Min.
Dodici 1927 KB, 1:15 Min.
Pian San Giacomo 1207 KB, 0:49 Min.
Diapason 1790 KB, 1:32 Min.
Oktos 1375 KB, 0:52 Min.
Lux Stellarum 1500 KB, 1:23 Min.
 
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Raum und Musik
In der Chiesa Rotonda di San Bernardino (Graubünden) haben wir den für unsere Aufnahmen idealen Raum gefunden: Eine Kirche, gestaltet in der Nachfolge griechisch-römischer Rundtempel, inspiriert von Palladio's Rundbauten. Architektonisch bemerkenswert die Fülle ganzzahliger (und damit musikalischer) Maßverhältnisse. Der Grundriß beschreibt einen Kreis, in den ein Kreuz eingeschrieben ist. Die akustischen Qualitäten dieser Dorfkirche sind außergewöhnlich: Der Kirchenraum wirkt als großer Resonanzraum, jeden Klang vielfach verstärkend in Volumen und Dauer. Der akustische Raum weitet sich ins schier Unendliche, den architektonischen Raum überscheitend. Dieser Raum verlangt nach einer asketischen Musik; nach einer Musik, die sich Zeit lässt, die den Klängen Zeit gibt, sich zu entfalten und zu verklingen. "Sacred Space - Sacred Sound" ist Musik für diesen Raum. Harmonikale Proportionen umgesetzt in Klänge und Rhythmen, eingewoben in die Akustik der Kuppelrundung, aufgezeichnet in faszinierender Klangqualität.

Christoph Haas greift mit diesem Projekt die Proportionenlehre der Antike auf, die in Pythagoras ihren ersten Höhepunkt gefunden hatte. Für die Pythagoräer eröffneten Zahlen den Zugang zur Welt. Musik galt ihnen als vollkommendster Ausdruck harmonischer Proportionen. Was Musik für die Zeit, ist Architektur für den Raum: "Dieselben Zahlen, bei denen der Zusammenklang der Stimmen für die Menschen als etwas äußerst Liebliches erscheint, sind auch diejenigen, welche die Augen und die Seele mit wunderbarer Freude erfüllen," bemerkt Alberti. Später beschreibt Goethe sakrale Architektur als "verstummte Tonkunst", Schelling spricht von Kathedralen als "gefrorene Musik".

Christoph Haas komponiert Musik an der Nahtstelle zwischen Morgenland und Abendland. Diese Musik zeichnet sich aus durch differenziertes Klangfarbenspiel und vielschichtige Polyrhythmik in oft ungeraden Metren, die sich immer wieder auf mittelalterliche Zahlensymbolik bezieht. In der Reduktion der Mittel begegnen sich Mittelalter und Jetztzeit - Christoph Haas gelingt eine Durchdringung der Geisteshaltungen und Stilwelten. Explizit bezieht er sich auf die Tradition der abendländischen Sakralen Musik, bearbeitet Gesänge der Hildegard von Bingen und Choräle von Martin Luther. Seine Kreativität schlägt Brücken zwischen den Kulturen des Orients und des Okzidents, zwischen Neuer Musik und der des Mittelalters - faszinierend und außergewöhnlich. Entstanden ist Musik, die hindurchtönt durch Zeiten, Epochen, Stile: pulsierend, obertonreich, meditativ, experimentell-forschend und klangsinnlich. Meditativ-magische Horizonte tun sich auf.

"Die CD ist wunderschön und vor allem auch klangästhetisch hervorragend." 
(Ulrich Balß, JARO-Medien)

"Ich bin begeistert und finde, das ist Ihr bisheriges Meisterstück."
(Robert Lug, Hessischer Rundfunk, HR 2 "Crossover meditativ")

 

DIAPASON
The
San Bernardino-Project
Christoph Haas: Tambura, Gong, Rahmentrommeln, Röhrenglocken, Percussion

DVD Video/Audio Surround 5.1, super jewel box, illustriertes booklet deutsch/englisch/italienisch

 

Klingende Architektur: "Soundscapes"
Den Beziehungen zwischen Musik und Raum spürt Christoph Haas in "Diapason " nach. In einer akustisch wie architektonisch außergewöhnlichen Kirche realisierte er ein audiovisuelles Raum-Klang-Projekt, das harmonikale Proportionen eines Kirchenraumes transformiert in Klänge und Rhythmen: Architektur wird in Musik übersetzt.

Christoph Haas und Tonmeister Gert Puchelt bezogen bewusst die Möglichkeiten des surround sound in die Konzeption der Aufnahmen ein. Hoch auflösende 24 bit-Technologie vermittelt eine "atemberaubende Raumklang-Erfahrung" (Bernd Heiden).

"Dieselben Zahlen, bei denen der Zusammenklang der Stimmen für die Menschen als etwas äußerst Liebliches erscheint, sind auch diejenigen, welche die Augen und die Seele mit wunderbarer Freude erfüllen," bemerkt der Renaissande-Architekt Leonbattista Alberti:
Was Musik für die Zeit, ist Architektur für den Raum.

"Weitausholend beginnt der Klang den ganzen Raum zu füllen, und während Christoph Haas seinem Instrument weitere Töne entlockt, bleibt der Nachklang der vorangegangenen Töne fast in unveränderter Stärke im Raum stehen, um sich mit den nachfolgenden zu verbinden. Der Zuhörer erschaudert unter der fast greifbaren Präsenz der Töne. Die Aufnahme beeindruckt durch die Virtuosität von Christoph Haas und die unglaubliche Dichte des Klangbildes. Selten habe ich eine Aufnahme gehört, in dem die Instrumente so plastisch, so nuancenreich eingefangen wurden."      (Klassik.com)

"Eine traumhafte DVD, geprägt von virtuosem Percussionspiel und dem Gefühl für Raum, Zeit und Klang in Perfektion. Großartiger Raumklang und exzellente Bildregie: Ein Traum in Percussion und Film, der seinesgleichen sucht."  (Drums & Percussion" 5/2004

"In zwölf Stationen durchmisst der Stuttgarter Percussions-Virtuose die klanglich-räumlichen Dimensionen des außergewöhnlichen Aufnahmeorts: Die Chiesa Rotonda von San Bernardino (Graubünden) bildet in ihrem architektonischen Ebenmaß die Grundlage für die sorgfältig ausgehörten, bei aller Kontemplation nie einlullenden rhythmischen Meditationen. Die von der Tontechnik vorbildlich festgehaltene Kirchenakustik durchtönt die schönen Naturaufnahmen wie ein magisches Kontinuum. Für stille Wintertage." (Dr. Juan Martin Koch, Neue Musikzeitung 12/2004)

DVD hier bestellen